| Chronik
des Clubs
Der Club, der Zeitgeist, der Humor
50 Jahre Clubleben – das ist Tennissport aus
kleinsten Anfängen bis zum Boris-Steffi-Boom
der Achtziger Jahre. Da gibt es Wellen, die von Mode
und Politik geprägt und im Club kommuniziert
werden. Dieser Rückblick von Hans-Ludwig Eppenich
und Günter Wiechmann führt im groben Raster
drei Aspekte zusammen
1952-54
Der Club
Christi Himmelfahrt: Erföffnung des Spielbetriebs
der Tennisgemeinschaft Horrem auf dem Platz „Am
Erbbusch/ Ecke Hermann-Löns-Weg. 15. Juni 1952:
Gründungssatzung der Tennisgemeinschaft Horrem.
Vorstandsmitglieder: Albert Bott (1. Vorsitzender),
Karl Wirtz (2. Vorsitzender), Dr. Wido Tilmann (Kassenwart.),
Fritz von Osterhausen (Jugendwart.), Marianne Kürschner
(Damenwart). 9. Juli 1954:. Umwandlung der Tennisgemeinschaft
Horrem in den „Tennisclub „Schwarz-Weiß
Neu-Bottenbroich e.V.“ 5. September 1954: Erstes
Freundschaftsspiel gegen den TC Rot-Weiß Alsdorf
Die Epoche
Helgoland wird wieder deutsch, Elisabeth II wird zur
Königin von England gekrönt, erste Teilnahme
Deutschlands an den olympischen Spielen nach dem Kriege
in Finnland. Millionen verfolgten das WM-Endspiel
Ungarn gegen Deutschland in Bern via Fernsehen. Nur
wenige konnten sich ein Gerät leisten (1952 etwa
4000 Stück). Die Damenwelt freute sich über
die ersten Nylon-Strümpfe. Zu jener Zeit ist
Neu-Bottenbroich Umsiedlungsort – das alte Dorf
lag im Tagebau-Bereich Frechen.
Der Humor
1949 ließ sich der 73 jährige Adenauer
mit nur einer Stimme Mehrheit zum Bundeskanzler wählen.
1953 erhielt er ebenso wie 1957 für seine CDU
die absolute Meherheit. Man witzelte in dieser sogenannten
Adenauer-Ära, – etwa so: „Was ist
der Unterschied zwischen Adenauer und einem Handwerker?“
– Antwort: „ Der Handwerker kommt nicht
und Adenauer geht nicht.“
1955-57
Der Club
Aufnahme in den Tennisverband Rheinbezirk. Lokalderby:
Freundschaftsturnier TCN – TC Blau-Weiß
Horrem. 1956: Bau und Eröffnung von zwei neuen
Tennisplätzen auf der heutigen Anlage „Theresia-von-Wüllenweber-Straße“
1957: Tod des 2. Vorsitzenden Karl Wirtz (Eigentümer
des Tennisgeländes Am Erbbusch.
Die Epoche
1955 stirbt James Dean in seinem Porsche, Prinzessin
Margaret verliebt sich in einen Mann, den sie nicht
heiraten darf. Grace Kelly darf – sie heiratet
nach Monaco ein. Das Segelschiff „Pamir“
sinkt mit 80 Seeleuten. 1956 verkauft Elvis (21) zehn
Mill. Platten.
Der Humor
Die Fußball-WM stärkte das Selbstbewußtsein
der Deutschen immens. Ein Spieler wird nach dem Besuch
einer Kunstausstellung gefragt: „Was denken
Sie über Toulouse-Lautrec?“ – „Och,
ich tippe 2 : 1“
1958-59
Der Club
1958: Aufnahme zahlreicher Mitglieder des TC Blau-Weiß
Horrem (Dieser Club wird 1960 endgültig aufgelöst).
1959: Fertigstellung und Einweihung des Clubhauses.
Erste Teilnahme einer Herrenmannschaft an den Medenspielen
des Verbandes Mittelrhein. Erste Ausrichtung der Kreismeisterschaften
für Jugendliche für den Altkrteis Bergheim
im TCN.
Die Epoche
Heinrich Lübke wird Bundespräsident, Fidel
Castro kommt in Cuba an die Macht, der Schah heiratet
Farah Diba, im April 58 wird die Brüsseler Weltausstellung
eröffnet und das Atomium ihr Symbol. Boris Pasternack
darf den Nobelpreis nicht annehmen.
Der Humor
Das Auto wird zum Statussymbol. Man kauft auf Pump.
Dialog: „Sie fahren Mercedes?“ –
„Das bin ich mir schuldig.“ „Und
woher haben Sie das Geld?“ – „Das
bin ich meiner Bank schuldig.“
1962-65
Der Club
Clubfest zum 10-jährigen Bestehen
im Forsthaus Rath, Nideggen. Erste Teilnahme einer
Damenmannschaft an den Medenspielen. Aufgabe des Tennisplatzes
„Am Erbbusch“. 1965: Bau und Eröffnung
der Tennisplätze 3 und 4 auf der heutigen Anlage.
Start des Wintertrainings in der Mehrzweckhalle Neu
Bottenbroich.
Die Epoche
Marylin Monroe stirbt 1962,
die Cuba-Kriese bringt die Welt an den Rand des Atomkiegs,
Eichmann wird in Israel hingerichtet, 1963 sagt Kennedy
„Ich bin ein Berliner“, 1964 bricht die
„Twist“-Welle aus, 1965 gibt es 10 Millionen
Fernseher. Die Rolling Stones stellen Berlin auf den
Kopf.
Der Humor
Berliner „Witz des Jahres“.
Ein Pärchen knutscht auf einer Bank im Tiergarten.
Er: “Bin ick der erste, den de jeküßt
hast?“ Sie: „Wieso, stell ick mir denn
so dämlich an?“
1966-68
Der Club
Mitgliederzahl erstmals über 100. 1967: Fertigstellung
der Unterkellerung und Anbau des Clubhauses mit Einbau
einer Zentralheizung. Eine Umbenennung des TC Neu-Bottenbroich
in TC Horrem wird durch die Mitgliederversammlung
abgelehnt. 1968: Albert Bott wird Ehrenvorsitzender.
Die Epoche
Der Minirock macht die Mädchenbeine länger,
Beatrix heiratet Claus von Amsberg, 1967 findet der
„Sechs-Tage-Krieg“ auf dem Sinai statt,
im selben Jahr gelingt Barnard die erste Herztransplantation
und es fällt das böse 3. Tor bei der Fußball-WM
Deutschland -England.
Der Humor
Im Wirtshaus an der Ecke feilte das starke Geschlecht
bei Wodka mit Feige an Gags über Minirock und
Pille: Was ist der sicherste Weg, um mit der Pille
Erfolg zu haben? – Einfach zwischen die Knie
klemmen und fest zusammendrücken.
1969-72
Der Club
Holz- bzw. Kahlschlag für die Fertigstellung
des benachbarten Bolzplatzes. 1970: Fertigstellung
der ersten Bar im Clubhaus. 1971: Ernennung von Rudolf
Briske zum Ehrenvorsitzenden. 1972: Mitgliederzahl
erstmals über 200.
Die Epoche
1969 läuft ein Mann auf em Mond, Heinemann wird
Bundespräsident, 1970 stirbt de Gaulle und 18jährige
dürfen wählen. 1971 dürfen das auch
Schweizer Frauen. 1972 finden die Olympischen Spiele
in München statt und das Massssker.
Der Humor
Ein Urlauber begegnet in Rom einer Gruppe deutscher
Touristen. Er fragt: „Können Sie mir sagen,
wie ich zur Laokoon-Gruppe komme?“ – „Leider
nein, wir sind mit Neckermann hier.“
1973-75
Der Club
Erweiterung des Clubhauses mit Umkleideräumen,
Duschen, Küche und Geräteraum. 1974: Bau
und Eröffnung der Tennisplätze 5 und 6.
1975: Renovierung des Clubhauses mit dem Anspruch,
die „längste Theke im Tennisverband“
zu besitzen.
Die Epoche
1993: Picasso stirbt mit 91
Jahren, die Energiekrise ist auf dem Höhepunkt
– Sonntagsfahrverbot am 25. November. 1974 muß
Brandt wegen der Guilleaume-Affäre zurücktreten,
1975 wird die deutsche Botschaft in Stockholm überfallen,
die Terroristen wollen 26 Baader-Meinhof-Häftlinge
freipressen.
Der Humor
Die Liberalisierung im Rahmen der antiautoriären
Erziehung erreicht die Kinderzimmer. Fragt ein Kind:
„Mutti – was ist – müssen wir
heute wieder tun, was wir wollen?!“
1977
Der Club
25-jähriges Jubiläum mit Fest im Hotel Rosenhof.
Verleihung der silbernen Ehrennadeln an die Gründungsmitglieder.
Mitgliederzahl erstmals über 300. Erste Stadtmeisterschaften
der Stadt Kerpen beim TCN. Neugestaltung und Plattierung
der Terrasse und des Kinderspielplatzes.
Die Epoche
1977: 13.10. Flugzeugentführung um RAF-Terroristen
freizupressen.Die GSG 9 befreit die Geiseln in Mogadischu.
18.10. Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer
wird von der RAF ermordet
Der Humor
Auch die sexuelle Liberalisierung ist auf dem Höhepunkt.
Zwei Frauen am Gartentor: „Da hinten kommt mein
Mann mit Blumen. Da muß ich wohl wieder die
Beine breit machen.“ – „Ja habt
ihr denn keine Vase ?“
1978-81
Der Club
Negativ-Rekord – Sieben Einbrüche innerhalb
eines Jahres. Erste Clubzeitschrift erscheint. Titel:
„Das schwarz-weiße Brett“. 1980:
Anträge für den Bau zweier zusätzlicher
Plätze, Erweiterung des Parkplatzes und Waldrodung.
1981: Behörden-Verordnung: Tennisgelände
und Umgebung seien Landschaftsschutzgebiet.
Die Epoche
1978 wird das erste Rhetortenbaby in England geboren-
Louise Brown. Margaret Thatcher wird Premierminister
von England. 1980 Die USA und einige Staaten Westeuropas
boykottieren die Olympiade in Moskau 1981 Lady Diana
heiratet Prince Charles. Anwar el-Sadat wird Opfer
eines Attentates.
Der Humor
1979 betrug die Arbeitslosenquote unter 1 Prozent.
Auf einer Gewerkschaftstagung verkündet ein Redner:
„Und im Jahre 2000 werden wir nur jeden Mittwoch
arbeiten.“ Zwischenruf: „...den g a n
z e n Tag?“
1982-83
Der Club
Fest zum 30jährigen Bestehen mit vielen Gästen.
1983: Als erste Mannschaft erreichen die Junioren
die 1. Verbandsliga. Beim Turnier des Horremer SV
„Unser Dorf spielt Fußball“ siegt
die Mannschaft des TCN.
Die Epoche
Helmut Kohl löst
Helmut Schmidt als Bundeskanzler ab. Argentinien besetzt
die Falkland-Inseln, muß aber einen Monat später
vor den britischen Truppen kapitulieren. 14 Mill.
Deutsche sehen „Dallas“ und der Stern
veröffentlicht die „Hitler -Tagebücher“,
der größter Flop der Pressegeschichte.
Der Humor
Arbeitszeitwitze sind popolär. „Wenn ich
morgens meiner Frau einen Klapps auf den Po gebe,
federt der noch, wenn ich nach hause komme“.
– „So knackig ist ihr Po?“ –
„Nee, so kurz ist meine Arbeitszeit.“
1984
Der Club
Die Tennisplätze 7 und 8 werden nach schwieriger
Rodung des Waldes neu gebaut, der Parkplatz wird erweitert.
Eine neue Ranglistenordnung wird eingeführt:
Das „Tannenbaum-Prizip“
Die Epoche
1984: ein neues Gesetz ermöglicht den Ruhestand
schon mit 58 Jahren. Damals klebten sie auf jedem
Auto oder Kühlschrank : die Achtziger waren das
Jahrzehnt der Aufkleber und dann gab´s auch
noch den Button. Was wären die Ostermärsche
ohne Meinungsäußerung durch die Buttons
gewesen.
Der Humor
Der Kanzler möchte telefonisch
Karten für die Bayreuther Festspiele reservieren:
„Hier Helmut Kohl. Ich hätte gern zwei
Karten.“ – „Für Tristan und
Isolde?“ Kohl:“Nein, nur für Hannelore
und mich.“
1985-86
Der Club
Neuer Pachtvertrag mit der Stadt Kerpen
für das gesame Tennisgelände: Laufzeit 25
Jahre, also bis 2010. 1986: Ausgleichsmaßnahme
für die Waldrodung am Tennisplatz – die
Mitglieder pflanzen ca. 2000 Setzlinge von Buchen
und Eichen an der Straße nach Habbelrath.
Die Epoche
1985:Boris Becker gewinnt als erster Deutscher „Wimbledon“.
Gorbatschow wird Generalsekretär der KPDSU. 1986:
Beim Start explodiert die Raumfähre Challenger,sieben
Astronauten sterben. Im ukrainischen Atomkraftwerk
Tschernobyl kommt es zur bisher schwersten Reaktokatastrophe.
Der Humor
Ein Mantafahrer kommt in Agyptenins Schleudern und
landet im Nil. Als ein Krokodil auf ihn zukommt, meint
der Mantafahrer : "Bo, geil, eh, Rettungsboote
von Lacoste."
1987
Der Club
Erneuter Umbau und Erweiterung des Clubhauses.: Neue
Küche, zusätzliche sanitäre Anlagen
und – eine „noch längere längste
Theke“... Melderekord: 16 Mannschaften (11 Erwachsene
und 5 Jugend) bei den Medenspielen des Tennisverbandes
Mittelrhein. Gründung eines Fördervereins
zur Unterstützung des Jugendtrainings.
Die Epoche
Auf dem Höhepunkt der Barschel-Affäre stirbt
Barschel in einem Genfer Hotel. Mathias Rust landet
mit einem Kleinflugzeug auf dem Roten Platz.
Der Humor
Zwei Journalisten finden Barschel im Hotel tot auf
einer Chaiselongue. „Hilf mir, den Toten in
die Badewanne zu tragen.“ – „Warum
denn?“ fragt der andere. „Weißt
Du vielleicht, wie Chaiselongue geschrieben wird?!...“
1988-89
Der Club
1. Vorsitzender Hans-Ludwig Eppenich erhält die
Silberne Ehrennadel des Tennisverbandes Mittelrhein.
Empfang des Dreigestirns der Stadt Kerpen und der
KG Große Horremer mit Prinz Hans-Ludwig I.,
Bauer Peter und Jungfrau Herbertine im Clubhaus. 1989:
Die 1. Juniorenmannschaft steigt in die 1. Verbandsliga
auf.
Die Epoche
Die Mauer öffnet sich am 9. November 1989. Die
Wiedervereinigung nimmt ihren Lauf. Das schnurlose
Telefon erlangt Marktreife.
Der Humor
Eine Blondine kauft bei Aldi ein. Da klingelt ihr
Handy. „Ich wollte dir nur einen Kuss durchs
Telefon geben,“ meldet sich ihr Freund. –
„Wie lieb von Dir Purzel, aber woher weißt
Du, dass ich bei Aldi bin?“
1990-91
Der Club
Nach jahrelangem Kampf: Endlich Hinweisschilder auf
die Tennisanlage des TCN. Aufstieg der 1. Seniorenmannschaft
in die 1. Verbandsliga.
Die Epoche
1990: Deutschland wird mit einem 1:0 gegen Argentinien
Fußballweltmeister. 1991:das vom Irak besetzte
Kuwait wird befreit. die RAF-Terroristen ermorden
Treuhandchef Detlef Rohwedder. In Jugoslawien bricht
der Bürgerkrieg aus.
Der Humor
Die Ossis blödeln über sich selbst: „Mensch
Ornstein, früher warst du dick, jetzt dünn.
Früher warst du groß, jetzt klein.“
Sagt der: „Ich heiße gar nicht Ornstein.“
– „Was? Ornstein heißt Du auch nicht
mehr?“
1992
Der Club
40-jähriges Jubiläumsjahr mit vielen Veranstaltungen.
Höhepunkt: Festkommerz im sozio-kulturellen Zentrum
in Horrem mit klassischen Darbietungen der Musikschule
Heinen und einien TCN-Mitgliedern. Rollstuhlfahrer-Trainin
auf unserer Anlage. Festschrift „40 Jahre am
Ball“, gemacht von Presse-Profi Günter
Wiechmann, wird beliebter Begleiter.
Die Epoche
1992: in Südafrika endet die Apartheit Die Pröpstin
Maria Jepsen wird weltweit die erste Bischöfin.
Am 3. November wird Bill Clinton der 42. Präsident
der USA.
Der Humor
Ein Mann steht im Freibad am Beckenrand und sagt zum
5. Mal „Das gibts doch nicht!“ Fragt der
Bademeisterwas denn los sei. “Das können
Sie sicht nicht vorstellen.Gestern hat meinen Frau
schwimmengelernt und heute taucht sie schon ne halbe
Stunde....“
1993-96
Der Club
Die Zeichen standen zunächst weiter auf Hoch.
Der Tennisboom schien nicht aufzuhalten zu sein. Steffi
Graf und Boris Becker heizten dem Sport ein und jeder
wollte dabei sein. Die Zahl der Mitglieder und Jugendlichen
stieg. Nach weiterem Ausbau der Tennisanlage und der
Clubräume konnte man sich verstärkt um neue
Mitglieder und Nachwuchsförderung kümmern.
Das wurde aber auch nötig, weil die Scharen nicht
mehr von alleine kamen: Schnupperkurse wurden eingeführt
für Groß und Klein. 1996 hatte der Club
mit 398 Mitgliedern vorübergehend seinen Spitzenbestand
in der gesamten Clubgeschichte. Dank Vereinstrainer Theodoros Stergiou
nahmen 82 Jugendliche am Vereinstraining und 5 Jugendmannschaften an
den Medenspielen teil.
Die Epoche
Mitte der 90er Jahre gehen die großen Themen
aus. Das Internet liefert auf Knopfdruck alle Informationen.
Das Volk schmunzelt gerade noch über die Potenzpille
Viagra, die A-Klasse oder den Eismenschen Ötzi.
1994 wird Michael Schumacher Deutschlands erster Formel-1-Weltmeister.
Mit Staatpräsident Mitterand eröffnet die
Queen den Eurotunnel, der Großbritannien mit
Frankreich verbindet. 1995: Der Künstler Christo
verhüllt den Berliner Reichstag.
Der Humor
Ötzis erste Frage nach der Wiederbelebung: „Singt
Maria Hellwig noch?“ Im übrigen prägen
die Frauenwitze den Geist der Zeit – wie dieser.
Frage: „Was macht eine Frau, deren Mann beim
Kartoffelholen abgeruscht und volles Rohr die Kellertreppe
runtergeflogen ist?“ Antort: „Nudeln...“
1997-2001
Der Club
Mit Theodoros Stergiou und Iris Schumann hatten wir vorübergehend
2 Trainer, die auch als Jugendwarte fungierten –
Jugendarbeit ist Schwerstarbeit. Steffi und Boris hörten
mit dem Profi-Sport auf, die Wirtschaft stagnierte,
der Vereinigungs-Boom ebbte ab, die Birke wurde gefällt,
der Vorstand geriet in die Kritik – ein Drama
nach dem anderen.
Die Epoche
1997:Ein Schwede kippt die neue Mercedes
A-Klasse. Börsenboom am Neuen Markt. 11. September
2001 Attentate auf das World Trade Center, Krieg in
Afghanistan.
Der Humor
Umfrage A) „Möchten Sie eine erostische
Beziehung mit dem US-Präsidenten?“ –
82 Prozent antworten “Nie wieder“. Frage
B) „Warum nennt sich Doris Schröder-Köpf?“
– “Weil Köpf-Schröder ein gefährlicher
Imperativ wäre“.
2002
Der Club
Die 50-Jahre-Bilanz spiegelt diese Festschrift.
Aber: Die Ersatzbäume sind gewachsen, der Abwärtstrend
gestoppt trotz Fit- ness-Angeboten und (nicht nur
Golf!) vielfältigver Konkurrenz-Sportarten. Der
Vorstand setzt auf die Attraktivität des Tennissports,
der im TCN gut organisiert ist – und auf das
neue Clubhaus.
Die Epoche
Einführung des Euro als Bargeld. Skandale um
Arbeitslosenstatistik und SPD-Müll-Affäre.
Attentate in Israel, erster politischer Mord in den
Niederlanden seit 400 Jahren – Wahl mit Rechtsruck.
Bundestagswahl steht an.
Der Humor
Haustiere werden in Deutschland immer beliebter. „Herr
Doktor, ich denke immer das ich ein Hund bin.- „So,
dann legen Sie sich mal auf die Couch.“- „Ich
darf nicht auf die Couch.“
Die Chronik des Clubsports
50 Jahre Tennis-Analyse. Das ist
ein Auf und Ab an Erfolgen, aber auch Betrachtungen
der Einstellung zum Sport verschiedener Generationen.
Norbert Schloemer hat Fakten zusammengetragen
Bei der Gründung des Tennisverbandes
TVM 1947 wurde zuerst einmal die Materialfrage angegangen
und überlegt, wie man wieder einen Spielbetrieb
starten könne.
Die durch materielle Engpässe auftretenden Schwierigkeiten
sind für heutige Verhältnisse kaum nachvollziehbar.
Für die sieben Gründungsvereine stehen damals
im gesamten Jahr gerade einmal 100 Bälle zur
Verfügung. Schlägeranforderungen können
von Sportartikelgeschäften nur unzureichend erfüllt
werden und für Gummisohlen beziehungsweise Tennisschuhe
müssen Bezugsscheine erlangt und Anträge
gestellt werden.
Die 50er Jahre:
Man trägt nur Freundschaftsspiele aus. Der häufigste
Gegner ist Rot-Weiß Alsdorf. Am 5.9. und am
10.10.1954 – den ersten aktenkundigen Tunieren
– spielt die Herrenbesetzung mit Kollenbroich,
Schlockermann, Dr. Tillmann, Dr. Klemmer, Hilgers,
Friederichs und Sieger, sowie den Damen Hilgers, Kürschner
und Klemmer und gewinnt mit 8:4 und 8:5. 1955/56 tauchen
erstmals bei den Herren die Namen Wirtz und Kaiser,
bei den Damen Frau Kollenbroich und
Frau Friederichs auf. Der erste Senior des Vereins ist
Herr Voss und 1957 die ersten Junioren Welter und
Breuer. Ein denkwürdiges Freundschaftsspiel findet
1955 zwischen dem TC Neu-Bottenbroich und dem TC B.W.
Horrem statt. Das Ergebnis ist leider nicht bekannt,
aber die Gegner ringen sich gegenseitig Respekt ab.
Weitere Spiele steigen gegen R.W. Bedburg und G.W.
Bergheim. Am 1.5.1959 wird das erste Meisterschaftsspiel
ausgetragen.
Die 60er Jahre:
Schon 1960 schafft die erste Herrenmannschaft in der
Besetzung Günter Reimer, Ludwig Schlömer,
Herbert Bremer, Willi Reimer, Karl-Otto Brednow und
Hans-Josef Welter den Aufstieg
in die III. Verbandsklasse. Außerdem sind noch
folgende Spieler gemeldet: Heinz Reiff, Willi Kollenbroich,
Benno Reichart, Werner Kaiser und Hermann Krischer.
Die Mannschaft kann sich bis 1968 in dieser Klasse
halten und schaffte 1969 nach dem Abstieg gleich den
Wiederaufstieg als Klassensieger in der Gruppe IV.
Ab 1961 nimmt eine 2. Herren- und ab 1962 eine Damenmannschaft
an den Meisterschaftsspielen teil. Für die Damen
geht damals ein sehr junges Team an den Start: Helene
Mentgen, Helga Haferkamp (Welter), Otti Bergmann,
Karla Matyaszczyk (Gehmann), Barbara Ortmann (Lieth),
Inge Wirtz (Roseneck). 1966 ist noch eine 3. Herrenmannschaft
dabei.
Die 70er Jahre:
1970 hat sich das Bild der ersten Mannschaft stark
verändert. Werner Sieger ist aus Bergheim zurückgekehrt,
mit Wolfgang Wirtz, Norbert Schloemer und Henning
Klemmer sind junge Spieler eingebaut. Hier ist eine
Mannschaft geboren, die bis heute in den einzelnen
Spielklassen für einen kontinuierlichen Ausbau
und den Aufschwung des Wettkampfsportes sorgt. Einem
Abstieg 1973 folgt ein direkter Aufstieg 1974 in die
II. Verbandsklasse. Ja, hier kommt es wieder: Duisdorf
– 12. Juli 1975 – Spielstand 6:3, 5:3
und 40:30 für den „Langen“ wie Wolfgang
Wirtz, der damals beste Spieler des TC Neu-Bottenbroich
genannt wird. Die zahlreichen Schlachtenbummler stöhnen
auf. Er hat den Ball in zu lässiger Manier im
Aus angenommen. Matchball vergeben, Spiel, Satz und
Sieg gehen verloren, der Aufstieg ist mit 4:5 vertan.
Vorher schlägt man erstmals in der Vereinsgeschichte
Grün-Weiß Bergheim.
1977 ist der Aufstieg wieder greifbar nahe. Mit Berthold
Schmidt, Helge Klemmer, Jürgen Wirtz und Gerd
Vaudlet sind neue Spieler eingebaut. Die zweite Mannschaft
spielt über Jahre hinweg in der Bezirksklasse,
eine dritte und vierte Mannschaft in der 2. Kreisklasse.
Zum Gerüst dieser 2. Mannschaft gehören
Spieler wie Hans-Ludwig Eppenich, Willi Dresen, Harald
Wexel und Herbert Bremer. 1975 taucht in der dritten
Kreisklasse an Nr. 4 der Name Reimer, G.2 auf. 1978
steht in der 2. Mannschaft an Nummer 1: Reimer, Günter.
Die Damen spielen durchweg in der 1. Kreisklasse und
setzten sich vorwiegend aus den Spielerinnen Arnold,
Venrath, Schiefeling, Hermann, Gadow, Klemmer, Steffens,
Bergmann und Kürschner zusammen.
Die 80er Jahre:
Im Boom von Steffi Graf und Boris Becker nehmen auch
bei uns sagenhafte 16 Mannschaften an den Meisterschaftsspielen
teil. Die Namensliste hat insgesamt 145 Meldungen.
4 Herren,
2 Jungsenioren-, 2 Senioren, 2 Junioren-, 1 Knaben-,
1 Damen-, 2 Seniorinnen-,
1 Mädchen- und 1 Juniorinnenmannschaften gehen
an den Start.
Anfang der 80er beginnt eine Winterhallenrunde.
Wegen des enormen Zeitaufwandes spielen wir dort aber
nur wenige Jahre. Die 1. Herren steigt 1980 ab, 1984
wieder auf. Die Namen von früher verteilen sich
nun auf viele Mannschaften. Die 1. Herren: P. Krzemien,
R. Esser,
G. Reimer, B. Schmidt,
W. Malzkorn, H. Klemmer in Verbandsklasse II und Günter
Reimer spielt an Nummer 3. Die Jungsenioren: N. Schloemer,
W. Wirtz, G. Vaudlet, J. Albrecht,
H. Breidenbach, J. Schneider, J. Jakowski und R. Ernst
in der Verbandsklasse II.
Die 1. Senioren: G. Meyer,
J. Lamine, H.G. Reimer,
W. Reimer, H. Bremer, K.O. Brednow in der Bezirksliga II.
Die 1. Damen: J. Gadow, H. Arnold, G. Rose,
Pasternak, J. Steinkuhle, Arras in der Bezirksliga
II. Seniorinnen: B. Schiefling, H. Welter, L. Sassenroth,
T. Vieth, Link, M. Klemmer, Klee in der Kreisklasse
1.
Die 90er Jahre:
Dieses Jahrzehnt ist geprägt von der Einteilung
neuer Altersklassen. Viele Mannschaften werden auseinandergerissen
oder wechseln mit vier Spielern komplett in eine andere
Klasse. Einige Spieler haben nicht das Alter zum Wechseln.
Andere haben es, wollen dann aber auf einmal nicht
mehr. Zum Ende der 90er sind nur noch die älteren
Klassen gut gemeldet. Bei den Herren spielen neben
Jens Simons, Lukas Coch, Ingo Reinhard nur noch 14-
bis 16-jährige Junioren mit. Danny Jurjevic,
Benjamin Hamacher, Torsten Malzkorn, David Reimer,
Rene Mölgen und Cay Schloemer. Deren Weg gilt
es in Zukunft weiter zu verfolgen. Aber dieses Problem
teilen wir mit allen anderen Clubs in der Umgebung.
Die jüngeren Mannschaften schrumpfen deutlich.
Die Möglichkeiten, Sport zu treiben, werden immer
größer und so probiert man diese auch aus.
Die starken Spieler der 70er Jahre sorgen jetzt für
einen sehr starken Seniorenbereich. 1990 und 1991
steigen die Senioren zweimal hintereinander bis in
die 1. Verbandsliga auf.
Es sind die Spieler Wolfgang
Wirtz, Jochen Jackowski, Hans-Ludwig Eppenich, Dr.
Jürgen Albrecht, Werner Sieger, Werner Dickneite
und Dr. Rainer Link.
Die anderen Mannschaften haben
alle einen guten Platz im Mittelfeld und es gibt nichts
Auffälliges zu berichten. Die Saison 2000 bringt
den Höhepunkt. Die Seniorenmannschaft steigt
als einzige Mannschaft in der Geschichte des Vereins
in die Oberliga auf. Diese Mannschaft mit Günter
Reimer, Heinz Breidenbach, Josef Schneider, Norbert
Schloemer, Dr. Jürgen Albrecht, Rolf Reinhardt,
Wolfgang Wirtz und später verstärkt mit
Josef Schaaf kann sich dort halten und schnuppert
mit einem zweiten Platz sogar an der höchsten
Spielklasse, der Regionalliga. Günter Reimer
spielt an Nummer 1, ist die Nummer 10 im Verband Mittelrhein
und Nummer 452 in Deutschland.
Natürlich sind in all den Jahren Juniorinnen
und Junioren in die Wettspiele geschickt worden. Der
Club hat es jedoch nie geschafft, eine geschlossene
Mannschaft mit überdurchschnittlichen Leistungen
aufzustellen. Es sind immer nur zwei bis drei Einzelkönner,
die einer Mannschaft das Gepräge geben und die
fast ausnahmslos in die 1. und 2. Herren- oder Damenmannschaften
aufrückten. Dieser Nachwuchs hat allerdings dafür
gesorgt, dass wir einige großartige sportliche
Leistungen vorweisen konnten. Stärkster Jugendspieler
wird Peter Krzemin, der es später mit Kerpen
bis in die Oberliga schafft. Die stärkste geschlossene
Jugendmannschaft waren wohl Ralf und Frank Esser,
Rolf Engels, Thomas v. Ciriac, Ralf Lonsdorfer, Christoph
Vaudlet, Joachim Vieth, Dieter Reimer und Rolf Klee.
Sie erreichen die 1. Verbandsliga. Als Herren steigen
sie 1993 in die Bezirksliga auf und knüpfen zur
Zeit bei den Herren 30 an alte sportliche Erfolge
an.
Kreismeisterschaften:
Bis zur kommunalen Neugliederung wird auf regionaler
Ebene im Kreis Bergheim die Erftlandmeisterschaft
ausgetragen. Auf unserer Anlage wird seit 1959 der
Meister der Jugend ermittelt. Die genaue Siegerliste
lässt sich nicht mehr exakt rekonstruieren, aber
es steht fest, dass Wolfgang und Jürgen Wirtz,
Henning und Helge Klemmer, Norbert Schloemer und Berthold
Schmidt, aber auch Helga Haverkamp und Barbara Ortmann
darin zu finden sind. Bei den Meisterschaften der
Erwachsenen stehen unsere Mitglieder nicht so oft
auf dem Siegerpodest. Bei den Herren schafft es 1964
nur Roland Hoyer in die Bergheimer-Bedburger Phalanx
einzubrechen. Das Dameneinzel gewinnt von 1963 bis
1972 Helene Mentgen ununterbrochen. Wolfgang Wirtz
gewinnt 1965 bis 1967 mit Barbara Ortmann (Lieth)
im Mixed. Wesentlich erfolgreicher ist Herbert Bremer
im Senioreneinzel und mit Karl Wolf im Doppel mit
mehreren Titeln. Die Resonanz dieser Meisterschaften
lässt nach. Die Anzahl der Tennisvereine ist
gestiegen und Ende der 70er gibt es einzelne Stadtmeisterschaften.
Der TC Neu-Bottenbroich dominiert diese Turniere und
stellt mit Abstand die meisten Stadtmeister. Aber
auch diese haben ein Ende, als Mitte der 90er das
Interesse nachlässt.
Freundschaftsturniere:
In den 70er Jahren haben auch Freundschaftsturniere
Hochsaison. Viele Siege und auch der endgültige
Gewinn des Doppel-Pokals über die Kölner
Vereine Grün-Gold, Postsport und ESV Olympia
stehen in unserer Erfolgsbilanz. Überhaupt sei
hier einmal an die übrigen Gegner in Freundschaftsturnieren
erinnert, wo der Reiz der Begegnung nicht allein beim
sportlichen Wettkampf, sondern auch bei den gesellschaftlichen
und freundschaftlichen Kontakten liegt. Stellvertretend
seien die zahlreichen Lokalkämpfe gegen unsere
Bergheimer und Bedburger Tennisnachbarn sowie die
langjährige Beziehung zum THC Schwarz-Weiß
Köln und dem TV „Oranje-Nassau“ Heerlen
erwähnt. In den 90er Jahren schlafen auch diese
Turniere aus den verschiedensten Gründen langsam
ein. Einzig unsere „Bärenmannschaft“
hält heute diese Tradition aufrecht. Diese Bären
sind: Manfred Vieth, Peter Sassenroth, Dr. Peter Bossert,
Burkhard Korten, Günter Klee, Harald Lith und
Arnold Kleu. Weiter so!
Schlusswort:
Es sollte all unseren Spielern und Sportlern Anreiz
und Aufgabe sein, ihr Können und Wissen um den
Tennissport weiter zu vermitteln, damit die Jugend
in den nächsten Jahren in der Lage ist, entstehende
Lücken zu füllen und unseren sportlichen
Rang zu erhalten. |